Das Kind in Dir...

muss Heimat finden. Seit über 6 Jahren ist das Buch auf einem der Spitzenplätze der Bestsellerliste.  Ich möchte hier ein Plädoyer dafür halten, dass alle Menschen das Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" lesen sollte.

Ich denke da wie die Autorin Stefanie Stahl: Verletzungen, Erlebnisse und Erfahrungen aus unserer Kindheit haben in uns Glaubenssätze reifen lassen. Diese Glaubenssätze hindern uns an der freien Entfaltung. Nur indem wir die Glaubenssätze in uns entkräften, können wir aufblühen und befreit aufleben. Letztendlich liegen fast alle psychischen Achwierigkeiten daran, dass in unserer Kindheit unsere vier Grundbedürfnisse nicht befriedigt wurden:

- Bindung: uns sind sichere und feste Bindungen wichtig
- Autonomie: wir wollen selbständig leben und und selbst entscheiden
- Selbstwert: wir wollen ein gutes Selbstwertgefühl haben und keine Kritik an uns hören
- Sich gut fühlen: wir wollen keine Angst, keine Trauer oder andere "schlechte" Gefühlen fühlen
 

Ohne die Bücher von Stefanie Stahl wäre ich meinen Glaubenssätzen nicht auf die Schliche gekommen. Ich konnte nie glauben, dass solche Sätze eine so starke und teilweise verheerende Wirkung entfalten können. Wenn unsere wichtigsten Bezugspersonen uns immer wieder vorhalten, wie wenig wir können und dass wir Versager wären, denken wir als Kind automatisch, dass wir nicht gut genug wären. Auch ohne Worte kann sich diese Einschätzung in uns bilden. Als Kind können wir nicht abwägen, ob das stimmt oder nicht. Wir sind als kleine Menschen darauf angewiesen, geliebt, anerkannt und für gut befunden zu werden.

Stefanie Stahl stellt nicht nur diese Glaubenssätze vor, sondern bietet in ihren beiden Büchern auch Übungen zum Erkennen der Sätze an. Auf den ersten Seiten ist das Buch etwas langatmig, da Frau Stahl dort das innere Kind beschreibt und wie wir zu unseren Glaubenssätzen kommen.

Zum Verdeutlichen kann der Leser seine Glaubenssätze in ein Bild einzeichnen, das das Schattenkind genannt wird. Es ist das Kind, das in unserer Kindheit verletzt wurde.

Ich finde es schön, dass Stefanie Stahl in ihren Büchern die Kurve aufzeichnet, die uns zu einem Sonnenkind führt. Das Sonnenkind hat all die oben beschriebenen Bedürfnisse ebenso. Wir als Erwachsene können diese Bedürfnisse für unser inneres Kind erfüllen. Wer das schafft, ist ein Sonnenkind.

Wenn ich mir so andere Menschen anschaue, die meine Dienste als Genesungsbegleiter oder als Trainer in Anspruch nehmen oder die ich in anderen Veranstaltungen treffe, dann stelle ich immer wieder fest, dass diese Menschen ganz oft mit ihren Glaubenssätzen zu kämpfen haben. In der Standard-Psychologie wird dieses Thema leider nur ganz selten beachtet. Auch mir hat nur erst eine Heilpraktikerin für Psychotherapie bei der Arbeit mit dem inneren Kind geholfen.

Ganz wichtig erscheint mir der Abschied von dem verletzten Kind mit seinen Glaubenssätzen. Alles was mir meine Mutter mitgegeben hat, aus dem ich meine Glaubenssätze entwickelte, habe ich in einer Übung symbolisch an sie zurückgeben können. Das hat mich sehr befreit.

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