Dieser Artikel war vor zehn Jahren einmal Teil der Internetseite das-burnout-syndrom.de.

Burnout und Ehrenamt

Zwei Dinge, die sich ausschließen? Ehrenamtliche Mitarbeit macht man doch freiwillig. Und was man freiwillig macht, bereitet doch Spaß. Warum dann Burnout?

Hier spielt der Beginn der Burnoutentwicklung eine wichtige Rolle - der Zwang sich beweisen zu müssen. Wer den ganzen Tag hart arbeitet, dafür jedoch keine oder kaum Anerkennung bekommt, sucht sich die nötige Anerkennung in anderen Aktivitäten. Sozial eingestellte Menschen engagieren sich in Vereinen oder anderen Institutionen wie Rotes Kreuz, freiwillige Feuerwehr, usw. Hier sind die Menschen nützlich, werden gebraucht, während sie im Beruf nur arbeiten um das nötige Geld zum Leben zu verdienen.

ARBEIT UND REHABILITATION I 33

>>Besondere Verantwortung für Personen ist zu vermeiden<<

Eine Tätigkeit im pädagogischen oder psychosozialen Bereich ist für Rehabilitanden mit einer psychiatrischen Vorgeschichte mitunter schwer durchzusetzen

Von Cornelia Schäfer

Bernd Andreas Czarnitzki war viele Jahre Systemadministrator und arbeitet heute als Genesungsbegleiter mit psychisch Kranken bei einem sozialen Dienst in Hamburg. Dabei hat ein Gutachter dem EDV‘ler nach dessen Burnout und einem Herzinfarkt bescheinigt, dass er lieber nicht mit Menschen arbeiten sollte. »Besondere Verantwortung für Personen und Maschinen, Publikumsverkehr, Überwachung, Stress und Termindruck sind zu vermeiden«, heißt es in dem Schreiben des Mediziners im Auftrag des Rentenversicherungsträgers, der seinen Versicherten mit einer Rehamaßnahme wieder fit für den Arbeitsmarkt machen wollte.

Im Jahre 2011 machte ich meine ersten Erfahrungen damit mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Dabei half mir Lothar H. Buchenau der mich dazu ermunterte auch meine Geschichte in dem Buch veröffentlichen zu dürfen. Hier ist ein Auszug aus dem Artikel in dem Buch "Burnout 6.0"

Aus Dir wird mal ein Straßenfeger

„Das wird doch nichts, was Du da tust!" oder „Aus Dir wird ein Straßenfeger, wenn Du so weitermachst!" - diese Sätze gehörten in meiner Kindheit zum Standard-Repertoire der Mitteilungen meiner Mutter an mich. Als ich zwei Jahre alt war, trennten sich meine Eltem. Meine Mutter vermittelte mir immer wieder, dass sie mich nicht mochte. Für sie war ich meinem Vater, auf den sie wegen der Trennung wütend war, viel zu ähnlich, der Satz: „Du gleichst Deinem Vater immer mehr!” war bei ihr nicht positiv gemeint. Für meine Mutter war ich nie gut genug.

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