Burnout

Als ich 2007 das erste Mal in eine Reha-Klinik kam, war ich völlig erschöpft, fühlte mich leer, hatte keinerlei Antrieb, sah in nichts mehr einen Sinn, hatte mich von allen sozialen Kontakten zurückgezogen. Allerdings wußte ich dank meines Psychiaters, der mit mir den Reha-Antrag bei der Rentenversicherung gestellt hatte, was mit mir los ist:

Burnout

Das als Managerkrankheit bekannte Syndrom mit den oben geschilderten Auswirkungen. In den kommenden sechs Wochen lernte ich den Umgang mit diesem Syndrom. Im medizinischen Sinne handelt es sich dabei um keine Krankheit, die bis zum ICD11 keinen Code erhalten hat. Der klassische Burnout ist ein Zusammenwirken verschiedener Erkrankungen, die auch nach erfolgter Gesundung wirken und weitere Auswirkungen zeitigen können.

Nach dem Burnout-Modell, das der Pychologe H.J. Freudenberger 1992 entwickelte, folgt nach einer Depression - wenn man nicht rechtzeitig die Reißleine zieht - der völlige Zusammenbruch, der Burnout. Ein mögliche Erklärung ist die, dass jemand, der selbst die Zeichen der Depression übergeht und immer weiter gegen alle inneren Widerstände angeht, sich völlig verausgabt. Er/Sie brennt aus. Diese Erklärung habe ich aus meinem eigenen Erleben abgeleitet.

Was hat mir geholfen? Ganz viel Ruhe zu Beginn. Die ersten Tage hatte ich nichts auf meinem Therapieplan. Die ersten Bewegungseinheiten begannen nach 4-5 Tagen mit einer Schwimmstunde. Im Laufe meines sechswöchigen Aufenthaltes kamen weitere Sport-Einheiten dazu, denn Bewegung tut bei Depressionen gut. Jedoch wurde darauf geachtet, dass es nicht zuviel wird, damit ich nicht wieder in einer Stress-Spirale gerate. Außerdem lernte ich die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen als Entspannungsverfahren kennen. Dieses kann ich heute selbst anleiten.

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